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Auch wenn diese verrückten, letzten 15 Corona-Monate für viele fast schon Vergangenheit und damit abgehakt sind, so erleben Künstler und Kreative noch immer erhebliche Einschränkungen in ihrem beruflichen Tun und blicken einer ungewissen Zukunft entgegen.

Der Wunsch, diesem vielschichtigen Gefühl ein Gesicht zu geben, ist gleichermaßen Antrieb und Anspruch meiner filmischen Dokumentation. 

Corona Diaries

Moving Journals vom März 2020

In dieser Fotoauswahl werden Bewegungen aus März 2020 abgebildet. Diese Langzeitbelichtungen entstanden vor Ort, in der Kamera. Es gab keine weitere Manipulation des Fotos, ausser der Belichtung und des Ausschnitts.

Fotografiert habe ich im Freiraum Düsseldorf

“Movement Journals / Moving Journals” der Choreographin Foteini Papadopoulou ist ein Recherche-Projekt in Prozessen der Transformation und Praktiken der Erinnerung von Bewegung. Das Experiment sah vor, dass die Choreografin 2020 einen jeden Tag, zwei unterschiedliche Bewegungen entwickelt, welche sie dann auf unterschiedliche Weise bewahrt: Die jeweils eine Bewegung sollte in eine Partitur im Bewegungsnotationssystem Kinetographie Laban umwandelt werden; die jeweils andere sollte wiederum durch Üben und Wiederholen und zwar ohne Einsatz von gängigen Dokumentationsmedien und Gedächtnishilfen der Tanzpraxis, wie z.B. Videoaufzeichnungen, die Bewegung beschreibenden Notizen oder Skizzen, in Erinnerung erhalten werden. Nach einem Jahr entstanden dadurch 732 Bewegungen: 366 (kleine) Bewegungspartituren und eine Bewegungsabfolge aus 366 Teilen.  

 

Antonina Koluiartseva ließ sich für ihre Choreographie von dem Wort „Doch“ inspirieren – ihr Lieblingswort in der deutschen Sprache, das zugleich „ja“ und „nein“ bedeuten kann. Daran anknüpfend zeigt auch ihre Arbeit widersprüchliche Momente in Form von tänzerischen Bewegungen auf. Zugleich geht es um ein Zeitgefühl, das nicht linear von A nach B verläuft, sondern voller Situationen, Bilder und Erinnerungen steckt.

Noémie Defossez und Antonina Koluiartseva studieren im Masterstudiengang Tanzkomposition mit dem Schwerpunkt Choreographie an der Folkwang Universität der Künste. Für ihren Abschluss haben sie zwei Stücke entwickelt, die sie mit den Tänzer*innen des Folkwang Tanzstudios (FTS) auf die Bühne bringen.

Doch – Folkwang Tanzstudio Essen

Deutsche Unesco – Moderner Tanz in Deutschland

Die Deutsche Unesco-Kommision hat für den Antrag „Moderner Tanz in Deutschland“ für die Representative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit zwei meiner Fotos ausgewählt. Die Fotos habe ich im Rahmen vom „Folkwang Symposium 2017“ in Essen Werden gemacht. Auf dem einen Foto ist die Choreographin und Tänzerin Frau Susanne Linke bei einem Workshop mit jungen Tanzstudenten zu sehen. Auf dem anderen Foto tanzt der Tänzer Jordan Gigout eines Sequenz, die mit der Tanzschrift Laban notiert wurde.

Movement Journals von Foteini Popodopoulou

“Movement Journals / Moving Journals” der Choreographin Foteini Papadopoulou ist ein Recherche-Projekt in Prozessen der Transformation und Praktiken der Erinnerung von Bewegung. Das Experiment sah vor, dass die Choreografin 2020 einen jeden Tag, zwei unterschiedliche Bewegungen entwickelt, welche sie dann auf unterschiedliche Weise bewahrt: Die jeweils eine Bewegung sollte in eine Partitur im Bewegungsnotationssystem Kinetographie Laban umwandelt werden; die jeweils andere sollte wiederum durch Üben und Wiederholen und zwar ohne Einsatz von gängigen Dokumentationsmedien und Gedächtnishilfen der Tanzpraxis, wie z.B. Videoaufzeichnungen, die Bewegung beschreibenden Notizen oder Skizzen, in Erinnerung erhalten werden. Nach einem Jahr entstanden dadurch 732 Bewegungen: 366 (kleine) Bewegungspartituren und eine Bewegungsabfolge aus 366 Teilen. 

In den Fotos werden Bewegungen aus Januar und Dezember 2020, dem Anfang und dem Ende des Experiments, abgebildet. Diese Mehrfachbelichtungen entstanden in vor Ort, in der Kamera.  Es gab keine weitere Manipulation des Fotos, ausser der Belichtung und des Ausschnitts.

Fotografiert im Maschinenhaus Essen. 

Die Musikerin Magdalena Kryspin in Düsseldorf Oberbilk

Die Portraitfotografie ist grundsätzlich viel mehr als eine bloße Ablichtung eines Menschen. Es geht darum, einen Menschen mit all seinen Besonderheiten zu erkennen und diese in einem geeigneten Setting hervorzuheben.
Magdalena Kryspin ist eine Musikerin mit Leib und Seele und dabei stets bodenständig und natürlich. Zunächst hatte ich die Idee, sie am Hafen von Düsseldorf zu fotografieren. Allerdings entsprachen an diesem Tag die Lichtbedingungen nicht meinen Vorstellungen, so dass ich diese Idee verwerfen musste. Zum Glück! Entgegen meiner ursprünglichen Idee entschied ich mich, Magdalena ganz urban, ihrer Natürlichkeit entsprechend in den Straßen von Düsseldorf Oberbilk zu fotografieren. Einfache Häuserfassaden als Kulisse für eine starke und selbstbewusste Frau – Perfekt!
Zu unser aller Überraschung erschien am Ende des Shootings die Sonne, die die Musikerin zu durchfluten scheint. Für mich als Fotograf war es ein sehr spannender und erfolgreicher Tag (der mir einmal wieder deutlich gemacht hat, dass es sinnvoll ist auf seine Intuition zu hören und Pläne zu verwerfen).

Da dieses Jahr Corona-Bedingt kein Tanzabend stattfand, habe ich für die Folkwang Universität der Künste ein Clip des Tanzabends 2019 geschnitten. Zu sehen sind Choreographien von Julio César Iglesias Ungo, Iñka Azpillaga, Kuo-Chu Wu und Pina Bausch. Viel Spaß

Tanzabend 2019

Premiere Tanztheater Wuppertal – Er nimmt sie an die Hand…..

Nach der langen Corona-Pause wird heute das Stück „Er nimmt sie an die Hand und führt sie in das Schloß, die anderen folgen“ wieder im Opernhaus Wuppertal aufgeführt. Die Choreographie von Pina Bausch wurde am 22. April 1978 Uraufgeführt und war eine Co-Produktion des Schauspielhauses Bochum mit den Wuppertaler Bühnen.

Weitere Aufführungen sind am 04, 05, 06 September 2020.

Unbedingt Anschauen!

 

Den Auftakt der Spielzeit 2019/20 feierte das Folkwang Tanz Studio (FTS) mit einer ganz besonderen Premiere. Denn die Choreographie „Jack“ wurde von den FTS-Tänzerinnen und Tänzern in Eigenregie konzipiert und entwickelt. Für das Stück stehen alle Mitglieder der international renommierten Company auf der Bühne.

Das Material für diesen Clip stammt aus Filmaufnahmen, die ich letzten Herbst bei einer Vorstellung an der Folkwang Universität der Künste in Essen gemacht habe.

Jack – Folkwang Tanzstudio Essen

Die sieben Todsünden – Choreographie von Pina Bausch

Das Tanztheater Wuppertal zeigt in einer Wiederaufnahme den Tanzabend „Die sieben Todsünden“ von Pina Bausch. Meret Becker und Ute Lemper stehen von Samstag (07.03.2020) bis Sonntag (15.03.2020) in Wuppertal auf der Bühne. Die Musik für diesen Tanzabend stammt von Kurt Weill und der Text von Bertolt Brecht und der Musik.

Junge Choreograph*innen 2020

Es ist wieder so weit. Die Studentinnen und Studenten der Folkwang Universität der Künste laden heute zur Premiere „Junge Choreograph*innen“ ein. Weitere Vorstellung gibts am Freitag und Samstag, jeweils um 19.30h. Unbedingt hingehen – sehr sehenswert.

„…como el musguito en la piedra, ay si, si, si…“ (Wie das Moos auf dem Stein)-Tanztheater Wuppertal

Das Tanztheater Wuppertal zeigt vom 03.10 – 06.10.19 das Stück „…como el musguito en la piedra, ay si, si, si…“ (Wie das Moos auf dem Stein) der Choreographin Pina Bausch.

Im Anschluss an die Vorstellung am 3. Oktober wird „Eine Nacht für Pina“ mit Tänzer*innen des Tanztheaters veranstaltet. Am Piano sitzt Matthias Burkert

Uraufgeführt wurde das Tanzstück am 12. Juni 1978 im Opernhaus Wuppertal

50…ernst und ungeschminkt? Berit

Berit:

Wenn Du nach einer langen Nacht mit liebsten Freunden und viel leckerem Wein morgens aufgefordert wirst „komm, wir machen Fotos“ denkst du in Zeiten von Instagram und Schönheitswahn eher ein panisches „NEIN!!!“.

Und wenn dann irgendwann die Frage kommt, wie du dich mit jetzt 50 fühlst, dann überlegst du plötzlich… fühle ich mich anders? Das Gute am 50 werden ist im Gegensatz zu dem spontanen Fotoshooting ja, dass du langsam darauf vorbereitet wirst.

Ich fühle mich gut! Und das ist, denke ich, eine Frage der Einstellung. Ich fühle mich frei und fröhlich, offen für alles und ich liebe das Leben! Egal, in welchem Alter. Ich tanze gerne und ausgiebig, gehe oft weg, feiere mit fröhlichen Menschen und genieße die guten Zeiten. Ich bin und mein ich ist alles andere als unsichtbar. Einstellung und Ausstrahlung kennen kein Alter!

Portraits der Musikerin Magdalena Kryspin

„I‘ m looking for the Person behind the surface“ Anton Corbijn

Portraitfotos sind immer wieder ein Abenteuer und ein Spiel für den Fotografen, aber auch für den Menschen, der porträtiert wird. Als Fotograf nehme ich mir dafür Zeit, denn ich will, wie schon Anton Corbijn es sagte, unter die Oberfläche der Menschen blicken. Wichtig ist mir dabei authentisch zu sein und mit viel Einfühlungsvermögen die Einzigartigkeit und den Charakter der Menschen vor der Kamera einzufangen. Nur dann entstehen Portraits, die individuell und wahrhaftig sind und den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Portraitfoto einer Musikerin Portraitfoto einer Musikerin

Beim Shooting mit der Songwriterin Magdalena Kryspin in Düsseldorf entstanden Bilder, die sowohl sie als Person, als auch ihre Musik einfangen. Mit ihren Liedern erzählt Magdalena Geschichten aus dem Leben, die von der Melancholie aber auch der Liebe und der Lebensfreude erzählen. 

Ihre Musik ist pur und berührt ihr Publikum. Sie braucht keinen knallbunten Auftritt, um präsent zu sein. In schwarz-weiß, nur mit ihrer Gitarre, kommt ihre natürliche Ausstrahlung besonders gut zum Ausdruck. 

Von ihrer Lebensfreude und sympathisch-bodenständigen Seite zeigen Magdalena die Bilder, die wir im zweiten Teil des Shootings im Düsseldorfer Volksgarten gemacht haben. Denn die besten Bilder entstehen mitten in der Wirklichkeit der Menschen. Das kann auf dem Balkon, im Park oder mitten in der Stadt sein. Ein Set, das mit keinem Fotostudie mithalten kann

Tanzabend 2019

Heute ist die Premiere des Tanzabends 2019 in der Neuen Aula auf dem Campus Essen-Werden.  Gewürdigt ist dieser Tanzbend  der Choreographin Pina Bausch und dem Tänzer und Professor Lutz Förster. Es tanzen die Studierende des Instituts für Zeitgenössischen Tanz. Zu sehen sind Choreographien von Iñaki Azpillaga, Julio César Iglesias Ungo, Kuo-Chuund Pina Bausch. Weiter Vorstellungen am Mittwoch, Donnerstag und Freitag.